Öffentliche Hotspots: So unsicher ist Gratis-WLAN

Öffentliche Hotspots: So unsicher ist Gratis-WLAN

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Öffentliche Hotspots: So unsicher ist Gratis-WLAN

Öffentliche Hotspots verbreiten sich nicht nur in Deutschland immer weiter und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Möglichkeit, an bestimmten Orten auf schnelles und oft kostenfreies Internet mit dem Smartphone zuzugreifen, nehmen viele Menschen nur zu gern in Anspruch. Nicht selten bergen öffentliche Hotspots allerdings auch Gefahren. Betrüger haben mittlerweile Methoden entwickelt, um von der Popularität des kostenfreien WLANs zu profitieren. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, vorsichtig zu sein.

 

Öffentliche Hotspots als Gefahrenquelle

Wie groß das Gefahrenpotenzial eines öffentlichen Hotspots sein kann, zeigt sich in diesen Tagen bei den Olympischen Spielen in Rio. So sorgten kürzlich Hacker für Aufsehen, die mit selbst aufgestellten WLAN-Hotspots Touristen köderten. Dabei machten sie sich die Namen von bekannten Unternehmen zunutze. Die scheinbar günstigen WLAN-Möglichkeiten trugen Titel wie Starbucks oder aber ganz klassisch Free Internet. Loggt sich ein Nutzer in einen dieser Hotspots ein, öffnet er damit die Tür für einen Hackerangriff. Dabei beschränken sich die Hacker wohlgemerkt nicht nur auf Brasilien. Auch in Deutschland sind öffentliche Hotspots nicht gänzlich ungefährlich. Vor allem die Tatsache, dass Smartphones sich oft automatisch verbinden und zudem nicht erkennen, wenn ein Hotspot nur denselben Namen, wie eine bereits bekannte Verbindung trägt, sorgt für zusätzliche Gefahr. Hat man sich einmal mit einem öffentlichen WLAN eingelogged, versucht sich das Smartphone in der Regel automatisch zu verbinden, wenn es auf einen Hotspot mit dem identischen Namen trifft. Genau darauf setzen viele Hacker.

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Wichtige Geschäfte nur mit sicheren Verbindungen

Um zu verhindern, dass sich das eigene Smartphone ungefragt in einem öffentlichen aber eventuell gefährlichen Netzwerk anmeldet, schaltet man die WLAN-Funktion außerhalb der eigenen Wohnung am besten aus. Auf diese Weise lassen sich automatische Aktionen am besten unterbinden und man muss keine Angst vor einem Hackerangriff über eine ungewollte Verbindung haben. Generell sollte Smartphone-Nutzer sich überlegen, wie viel Vertrauen öffentliche Hotspots wirklich verdient haben. Viele normale Tätigkeiten, wie Messenger-Nachrichten schreiben oder etwas im Internet überprüfen, sind natürlich kein Problem. Wichtige Geschäfte erledigt man allerdings lieber zu Hause oder an einem anderen sicheren Ort. Öffentliche Hotspots sind in der Regel ungesicherte WLAN-Verbindungen. Rein theoretisch können andere Personen im gleichen Netzwerk auf alle übertragenen Daten zugreifen. Bankgeschäfte oder ähnliche Dinge sind aus diesem Grund deutlich gefährdeter als beispielsweise im heimischen gesicherten WLAN. Gerade bei Apps kann man in der Regel kaum einschätzen, ob die Übertragung in einem Netzwerk verschlüsselt ist, wenn man dieses nicht kennt.

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Fazit

So nützlich öffentliche Hotspots auch sein können, so gefährlich kann sich das Gratis-WLAN am Ende erweisen. Haben Sie schon Erfahrungen mit Hotspot-Betrügern gemacht und wie schützen Sie ihr Smartphone vor Hackern? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

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Artikelbild: Andrey Popov / Fotolia

 

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