Amazon Drive: Cloud-Speicher ab sofort unbegrenzt

Amazon Drive: Cloud-Speicher ab sofort unbegrenzt

Attraktiv für Neukunden - Bestandskunden könnten weniger begeistert sein

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Amazon Drive: Cloud-Speicher ab sofort unbegrenzt

Seit einem Monat gilt für Amazon Drive, dem Cloud-Dienst des Internet-Giganten Amazon ein neues Geschäftsmodell. Für 70 Euro im Jahr kann jeder Nutzer unbegrenzten Cloud-Speicherplatz buchen, egal ob Privat- oder Geschäftskunde. Für Bestandskunden von Amazon Drive hat die Sache aber einen Haken: Es bleibt nur die Wahl zwischen Kündigung und Upgrade.

 

Amazon Drive ohne Speicherbeschränkung

Amazon Drive
Startseite von Amazon Drive

Angesichts der breiten Produktpalette, die Amazon anbietet – vom Versandhandel über Eigenprodukte wie E-Reader, Tablets und Streaming-Dienste – mag es überraschen, dass das erfolgreichste Produkt der Cloud-Service Amazon Drive ist. Der Cloud-Dienst konnte bislang separat zugekauft werden, um ihn als Speicherplatz zu nutzen. Eine unbegrenzte Speichernutzung gab es bereits zuvor – beispielsweise konnten Amazon Prime-Kunden ihr Fotos unbegrenzt in die Cloud laden, auch über Amazon gekaufte Musik und E-Books landen automatisch als Back-up in der Cloud. Mit dem neuen Geschäftsmodell sind beliebige Daten unbegrenzt im Cloud-Dienst ablegbar. Größe und Art der Daten spielt dabei keine Rolle. Die Daten werden immer in Originalgröße in der Cloud gespeichert, Komprimierungen finden nicht statt. Für die Nutzung steht ein Tool zur Verfügung, mit dem die Daten automatisch hochgeladen werden können. Der Nutzer muss sich somit nicht aktiv mit dem Online-Backup-System beschäftigen.

>> Cloud-Speicher: Die besten Dienste im Überblick

Bestandskunden unter Upgrade-Zwang

Neukunden können Amazon Drive drei Monate lang kostenlos testen, bevor sie sich entscheiden, den Cloud-Dienst für 70 Euro im Jahr zu nutzen. Bei den Bestandskunden hat Amazon allerdings ein bisschen was versäumt. Zum einen informiert Amazon einige seiner bisherigen Kunden erst jetzt über die Änderung, zum anderen entfallen mit dem neuen Geschäftsmodell die bisher angebotenen Pakete. Wer beispielsweise bisher ein 50 Gbyte-Paket für 20 Euro im Jahr gebucht hat und damit auskommt, muss sich nun entscheiden: Downgraden auf die weiterhin kostenfreie 5 Gbyte-Variante oder upgraden auf das neue, unbegrenzte Paket für dann 70 Euro im Jahr. Nicht jeder wird davon begeistert sein.

>> Hier geht’s direkt zum Amazon Drive Angebot

 

Amazons Zug gegen die Konkurrenz

Amazons neues Geschäftsmodell ist sicherlich auch ein strategischer Zug gegen die Konkurrenz. Im Dschungel der angebotenen Cloud-Dienste sticht Amazon nun sicherlich heraus. Mit umgerechnet 5,83 Euro im Monat ist Amazon Drive günstiger als die Cloud-Dienste von Apple und Google (etwa 10 Euro im Monat) – die beide nur begrenzte Speicherkapazitäten anbieten. Privatkunden bekommen bei Microsoft für etwa 2 Euro im Monat 50 Gbyte Speicher zur Verfügung – mehr in Kombination mit Office 365. Wie Amazon bieten diese Anbieter auch kostenlosen Speicher in Höhe weniger Gbyte an. Damit ist Amazon Drive für Neukunden durchaus interessant, Bestandskunden müssen sich allerdings überlegen, was sie weiterhin nutzen möchten.

>> Ratgeber: Cloud-Speicherdienste sicher nutzen

 

 

Artikelbild: Jakub Jirsák / Fotolia | Logo: Amazon Drive

 

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