Amazon Video Direct: Infos zur YouTube-Alternative

Amazon Video Direct: Infos zur YouTube-Alternative

Neue Streaming-Plattform für semi-professionelle Filmemacher

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Amazon Video Direct: Infos zur YouTube-Alternative

Mit Amazon Video Direct – kurz AVD – eröffnet der Online-Versandhändler ein neuartiges Videoportal, das Filmproduzenten neue Verdienstmöglichkeiten verspricht. Was sich im ersten Moment nach einer reinen YouTube-Alternative anhört, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung ebenfalls als ernstzunehmende Konkurrenz für Fernsehsender und Filmstudios.

 

Was steckt hinter der neuen Video-Plattform von Amazon?

Amazon Video Direct: Infos zur YouTube-AlternativeDie Vergangenheit hat gezeigt, dass das US-amerikanische Unternehmen Amazon ein Händchen dafür hat, bestehende Märkte kräftig aufzumischen. So war es zuerst der Buchhandel sowie die Verlagsbranche, die durch das Online-Angebot des Versandriesens revolutioniert worden. Heutzutage bietet Amazon Autoren die Möglichkeit, ihre Werke als Kindle-eBook zu veröffentlichen, wobei sie pro verkauftem Exemplar einen Teil des Verkaufserlöses bekommen. Dieses Konzept der Selbstveröffentlichung möchte Amazon nun auch auf den Film- und Fernsehbereich ausdehnen und mit Amazon Video Direct Videoproduzenten eine Chance geben, die bei großen Filmstudios bisher nicht zum Zuge kamen. Produzenten müssen sich hierfür in Zukunft lediglich bei Amazon Video Direct registrieren, um im Anschluss ihre Inhalte veröffentlichen zu können.

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Funktion ähnlich wie YouTube, allerdings mit abweichender Zielsetzung

Zwar erinnert das Gesamtkonzept von Amazon Video Direct stark an YouTube, die Zielgruppe ist aber eine andere. So hat es Amazon mit seinem neuen Portal weniger auf Hobbyfilmer mit kurzen Videos abgesehen, sondern viel mehr auf semi-professionelle Filmemacher. Die Hoffnung von Amazon Video Direct liegt darin begründet, mit dem neuen Portal Jungproduzenten abzufangen, die sonst bei Anbietern wie Netflix oder Vimeo landen würden und dort eventuell große Filme oder Serien produzieren könnten. Um Geld mit den eigenen Werken zu verdienen, können die Filmemacher ihre Videos zum Verkauf oder Verleih anbieten und darüber hinaus mit Werbung ausstatten, die bei Nicht-Prime-Kunden während des Anschauens eingeblendet wird.

Zusätzlich hat Amazon angekündigt, jeden Monat eine Summe von eine Millionen Dollar unter den Urhebern mit den 100 meistgesehenen Videos zu verteilen. Mit dem neuen Konzept von Amazon Video Direct bietet der Online-Versandhändlern Filmproduzenten die Möglichkeit, die traditionellen Wege über Filmstudios á la Hollywood zu umgehen und es auf eigene Faust zu probieren. Sollte ein Film floppen, liegt das Risiko alleine beim Produzenten, sodass Amazon hier keine Verluste zu befürchten hat. Im Gegenzug stellt Amazon den Produzenten ein Millionenpublikum zur Verfügung und damit das Potential, den Durchbruch auf dem Markt zu schaffen.

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Artikelbild: Jag_cz / Fotolia

 

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