Linux Lite: Die kostenlose Alternative zu Windows

Linux Lite: Die kostenlose Alternative zu Windows

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Linux ist plump, hässlich, und eigentlich mehr ein Spielzeug für Nerds“ – denken viele Windows-Nutzer. Wer das ernsthaft glaubt, sollte sich einmal einige moderne Linux-Distributionen etwas näher ansehen. Eine davon ist vor allem für Windows-Nutzer ganz besonders interessant: Linux Lite.

 

 

Linux_Lite_Die_kostenlose_Alternative_zu_Windows01Für viele eingefleischte Windows-Nutzer erzeugt Linux noch immer einige instinktive Abwehrreaktionen. Da gibt es furchterregende Vorstellungen von Terminals mit gefühlt einer Million kryptischer Befehle, Gedanken an wild programmierende Nerds und an Designs, gegen die selbst der Windows 95 Stil schon beinahe futuristisch wirkt. Geistige Bilder tauchen vor dem inneren Auge auf, von verpixelten Grafiken und altmodischen Cliparts – und einen Funktionsumfang bei Programmen, der an die Anfangszeiten mit dem Commodore C 64 erinnern.

Diese Vorstellungen entsprechen natürlich überhaupt nicht mehr der Wirklichkeit – auch wenn so manche Linuxdistribution hier und da – zugegeben – durchaus eine kleine Schönheitskur gebrauchen könnte. Es gibt aber auch Distributionen, die in Sachen Design, Performance und Benutzerfreundlichkeit einem Windows-System bereits Lichtjahre voraus sind. Eine dieser Distributionen ist Linux Lite.

 

Schlank, elegant und einhundert Prozent benutzerorientiert

Linux_Lite_Die_kostenlose_Alternative_zu_Windows02Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit sind die Kernziele von Linux Lite – und in diesem Bereich leistet die auf dem weit verbreiteten Ubuntu basierende Distribution Bahnbrechendes. Das beginnt schon bei der Installation: Es gibt wohl nur wenige Betriebssysteme, die man innerhalb von deutlich weniger als 20 Minuten voll lauffähig und inklusive aller Software auf den Rechner bekommt – und damit sofort arbeiten kann. Und zwar auf so gut wie jedem Rechner – Linux Lite läuft auf praktisch allen Maschinen ohne einen Handgriff des Benutzers, selbst Rechner mit eher wenig geläufigen Hardwareteilen werden problemlos unterstützt. Linux Lite sucht sich in der Regel selbst alles was es braucht, und bringt alle Treiber mit. Und wer vom USB-Stick bootet, benötigt dafür gerade einmal ein bis zwei Minuten bis alles läuft. Genauso problemlos, und natürlich ebenfalls gleich mit der wichtigsten Software.

Linux_Lite_Die_kostenlose_Alternative_zu_Windows03Kaum ein anderes Betriebssystem ist so schlank und so ressourcenschonend im Betrieb. Ubuntu wurde für Linux Lite komplett von allem Ballast befreit – und läuft daher ultraschnell, selbst auf älteren Rechnern. Und ist dabei wirklich ultrastabil. Die wichtigste Software ist gleich eingebettet und nach der Installation schon betriebsbereit, und über eine einfache Bedienoberfläche kann mit einem Klick das Wichtigste an Software nachinstalliert werden – von Google Hangouts über Skype bis hin zu Audacity oder Dropbox. Der Vorteil dabei: die bereitgestellten Versionen sind perfekt auf das Betriebssystem abgestimmt und laufen damit ebenfalls sehr schnell – und völlig problemlos. Kennt man von Windows ja nicht so sehr.

Wer Angst vor fürchterlichen Designs hat, der wird bei Linux Lite dann wirklich positiv überrascht. Schlicht, minimalistisch, aufgeräumt- und sehr elegant. Irgendwie hat man bei Linux Lite eine schlichte und unaufdringliche Eleganz erreicht, die weder Windows noch Android bislang auch nur ansatzweise hinbekommen haben.

 

Kommandozeile? Ja, aber nur wenn man wirklich möchte

Linux_Lite_Die_kostenlose_Alternative_zu_Windows04Die Steuerung und Bedienung funktioniert genau wie bei Windows, in einem grafischen Desktop. Nur dass der wesentlich besser aufgeräumt und viel arbeitsfreundlicher und logischer gestaltet ist. So gibt es zum Beispiel beliebig viele Desktops, zwischen denen man umschalten und auf denen man beliebig viele offene Fenster ablegen kann. In der Menüsteuerung ist die Software von Haus aus in Kategorien organisiert, die völlig selbsterklärend sind. Man kann die einzelnen Programme aber auch jederzeit mit Tastaturkommandos starten, wenn man möchte. Alles ist so abgestimmt, dass schnelles und effizientes Arbeiten möglichst unterstützt wird.

Linux_Lite_Die_kostenlose_Alternative_zu_Windows05Man kann sogar die vertrauten Windows-Tastenkürzel weiter benutzen: Strg+A, Strg+C, Strg+V. Sie funktionieren alle. Natürlich gibt es auch eine Kommandozeile – aber man braucht sie niemals zu benutzen, wenn man nicht möchte. Obwohl sie manchmal vieles leichter macht. Etwa das Installieren von Programmen aus der riesigen Programmbibliothek: Man tippt „sudo apt-get install“ und den Programmnamen. Daraufhin installiert Linux das vollständige Programm aus der entsprechenden Bibliothek, mit allen Verknüpfungen und Abhängigkeiten und Programmbibliotheken automatisch und selbsttätig. Das funktioniert bei praktisch allen Programmen, die unter Ubuntu laufen (und das ist erstaunlicherweise eine unglaubliche Vielzahl).

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Artikelbild: Fotolia.com / Nmedia

Bilder im Artikel: linuxliteos.com

 

Ein Kommentar

  1. Ja, tatsächlich ist Linux Lite elegant, benutzerfreundlich, rundum angenehm – finde ich auch. Aber diese überschwängliche Lobhudelei der zeitgemäßen Linuxe, insbesondere was die Einfachheit von Hardwareerkennung und Treiberfunktionalität angeht, ist maßlos übertrieben. Es tauchen doch immer wieder Probleme auf (Broadcom WLAN-Karten, Intel Grafik um Beispiele zu nennen, die mir widerfahren sind), die einen Linux-Neuling zur Verzweiflung treiben können. Dann allein mit dem Terminal und den diesbezüglichen Wiki-Posts der Nerds zu sein, ist schon enervierend. Insbesondere weil letztere oftmals wie selbstverständlich davon ausgehen, dass Jedermann und Jederfrau mit dem Konsolenklingonisch bestens vertraut ist. Narrensicher anwenderfreundlich scheint mir da eher MacOS, aber selbst das birgt Untiefen. Also das ohne Frage empfehlenswerte Linux Lite bitte nicht überhöhen, das könnte zu Enttäuschungen führen.

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