SteamOS: Linux als Gaming-Plattform

SteamOS: Linux als Gaming-Plattform

Linux wird zur Spieleplattform

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Bis vor ein paar Monaten war die Verteilung im Gaming-Bereich klar geregelt: Nintendo, Sony und Microsoft kämpfen im Wohnzimmer um die Hegemonie im Gaming-Bereich, in den Arbeitszimmern der Welt dominiert Windows als Spiele-Plattform. Doch das festgefahrene Bild wird in den nächsten Jahren wild durcheinandergewirbelt – dank Linux.

 

Ein Linux für Spiele? Das war bisher kaum denkbar. Klar, für Entwickler und unabhängige Nutzer war das quelloffene Betriebssystem schon lange eine interessante Alternative zu Microsofts dominanten Windows. Doch als Gaming-Station wurde es kaum betrachtet. Bis Valve sich des Betriebssystems angenommen hat. Mit dem Engagement des Spiele-Herstellers, und Besitzers der größten Vertriebsplattform für digitale Games „Steam“, erhält Linux neuen Schwung und rast mit Höchstgeschwindigkeit auf die etablierten Plattformen zu.

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Steam und Linux? Eine innovative Kombination

SteamOS ist das Zauberwort, das Usern auf der ganzen Welt das Gamepad in der Hand erzittern lässt und den Konsolenherstellern Schweißperlen auf die Stirn treibt. Ein Betriebssystem auf Basis von Linux, das vollständig auf digitales Spielen und Höchstleistung getrimmt ist; und zusätzlich auf die schier unendlich große Bibliothek von Steam zurückgreifen kann. Ein Betriebssystem, das gleichzeitig für das Arbeiten am PC und zum Spielen vor dem Fernseher geeignet ist – der perfekte Kompromiss für Konsolenspieler und PC-Nostalgiker. Es scheint der wahr gewordene Traum der Computer-Industrie zu sein, die als großer Gewinner aus dem Vorstoß von Valve hervortreten könnte.

Schon Mitte 2015 zeigt sich, was Valve mit SteamOS auf Grundlage von Linux alles ermöglichen kann: Mehr als 2.000 Games, darunter viele Klassiker und AAA-Titel, finden sich in der Bibliothek für das neue Betriebssystem. Das Beste: Da die Linux-Distribution sowohl auf dem PC als auch auf ausgewiesenen Steam-Machines läuft, können sowohl Strategietitel als auch Action-Blockbuster gespielt werden. Gerade das Strategie-Genre wird auf den Konsolen stiefmütterlich behandelt. Gleichzeitig bietet Valve jungen und unabhängigen Entwicklern die Möglichkeit, über das GreenLight-System frische Ideen an das Gaming-Volk zu bringen und den Independent-Trend zu unterstützen.

 

Linux bald auch als Handheld?

Doch mit dem Gaming-Betriebssystem ist das ende der revolutionären Fahnenstange noch lange nicht erreicht; Steam denkt direkt weiter und will neben den Konsolen auch gleich noch den Handheldmarkt erobern. Das Ziel: Eine mobile Spielekonsole, auf der alle Titel laufen, die auf dem großen Rechner spielbar sind. Natürlich auf Grundlage von Linux, das auch für SteamOS Pate steht. Der erste Schritt ist bereits getan. Mit dem „Smach Zero“ stellte Valve einen Prototypen vor, der Nintendo und Sony das Fürchten lehren soll. Das wichtigste Merkmal: Auch der Smach Zero greift auf das Steam-Portfolio zu und überbietet das Angebot der etablierten Hersteller um Längen.

Sollte Steam mit dem Linux-Betriebssystem in den nächsten Monaten den Beta-Status verlassen, könnte es eine erdrutschartige Veränderung in der Gaming-Industrie zu beobachten sein. Schon heute produzieren viele Technik-Unternehmen eigene Steam-Machines, die mit dem Gaming-Linux ausgeliefert werden. Und Steam kann auf eine Spielerbasis von täglich mehr als acht Millionen aktiven Gamern blicken. Eine enorme Zahl, die weiter wachsen wird. Geht es nach Valve, ist Linux bald das führende Gaming-System und verdrängt die etablierten Platzhirsche. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das Linux aus dem Schattendasein als gaming-unfreundliches Betriebssystem holen kann.

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