Root- & Managed-Server im Vergleich

Root- & Managed-Server im Vergleich

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Ab einer bestimmten Größe Ihres Portals kommen Sie an einen Punkt, wo ein Shared-Hosting-Paket unter der Verwendung virtueller Maschinen (Stichwort „vServer“) nicht mehr ausreicht und eine ausschließlich für Ihre Internetpräsenz arbeitende Hardware genutzt werden muss. Zu diesem Zweck stehen Ihnen mit einem Root- und einem Managed Server zwei unterschiedliche Ansätze zur Auswahl, deren Vor- und Nachteile Sie kennen sollten.

 

Variante 1: Managed-Server

Bei einem Managed Server obliegt die Verwaltung dem Hosting-Provider. Im Prinzip haben Sie es hier weiterhin mit einem Hosting-Paket zu tun. Der hauptsächliche Unterschied besteht lediglich in der exklusiven Nutzung eines physikalischen Servers. Sie müssen dessen Ressourcen mit keinem anderen Kunden des Providers teilen und können sie ohne Einschränkung bzgl. der Prozessanzahl oder der CPU-Auslastung beanspruchen. Zudem können Sie Ihre eigene MySQL-Datenbank lokal auf dem Managed Server betreiben.

Der Provider installiert das Betriebssystem und nimmt die anfängliche Konfiguration vor. Im Betrieb übernimmt er für Sie die üblichen Arbeiten und erledigt die Wartung, einen etwaigen Hardware-Austausch sowie das Einspielen notwendiger Sicherheits-Updates.
Bei einem Managed Server haben Sie keinen Zugang zur root-Kennung und verfügen auch über keinen vergleichbaren Account. Das hindert Sie daran, Applikationen Ihrer Wahl selbstständig zu installieren sowie auf Systemkonfigurationen und Log-Dateien zuzugreifen.
Ein Managed Server ist für Sie die ideale Lösung, wenn Sie sich auf Ihre Kernarbeit – die Erstellung und Pflege Ihrer Webseite – konzentrieren wollen. Alle anderen Verpflichtungen, die ein Serversystem mit sich bringen, werden vom Provider übernommen.
Auf der anderen Seite können Sie nicht als Ihr eigener Systemadministrator fungieren und sind in Ihrer Flexibilität entsprechend eingeschränkt.

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Variante 2: Root-Server

Beim Root-Server sieht dies anders aus. Der Provider stellt Ihnen einen vorkonfigurierten Server inkl. eines vollständigen Zugriffs auf die root-Kennung zur Verfügung. Damit hat der Provider Ihnen auch die Verantwortung für das Betriebssystem und alle anfallenden administrativen Aufgaben übergeben. Lediglich die Wartung der Physik mitsamt Reparatur und Austausch einzelner Hardware-Komponenten gehören zu seinen Aufgaben. Das muss auch so sein, denn die Hardware wird – wie im Fall des Managed Servers – im Rechenzentrum des Providers stehen. Sie müssen sich um alle für das Betriebssystem und die zu installierenden Anwendungen relevanten Punkte selbst kümmern. Dies schließt das regelmäßige Installieren von Sicherheits-Updates sowie die Überwachung Ihres Root-Servers mittels geeigneter Software und Kontrolle der Konfigurations- und Log-Dateien mit ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Konfiguration des Linux-Systems bzgl. der Sicherheit. Sie müssen alle möglichen Vorkehrungen selbst treffen, um Ihre Webseite vor Angriffen aus dem Internet zu schützen und verschlüsselte Zugänge zu ermöglichen.
Sind Sie technisch versiert und verfügen über ein tiefes Wissen bzgl. der Administration des Linux-Betriebssystems, dann ist ein Root-Server genau das Richtige für Sie. Er ist günstiger als ein Managed Server und bietet Ihnen eine große Flexibilität. Zudem können Sie nur hier einen externen Zugang zu Ihrer MySQL-Datenbank anlegen.
Der Nachteil dieser Lösung ist gleichzeitig der Vorteil der Managed Server. Sie müssen sich neben dem Betreiben Ihrer Webseite um die Verwaltung des Betriebssystems kümmern.

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Neue Variante: Verknüpfung beider Systeme – „Managed-Root-Server“

Vereinzelt bieten Provider eine Mischlösung an, die das Beste aus beiden Welten vereinen soll. Hierbei handelt es sich um einen Managed Server, der individuell von Ihnen vorgenommene Änderungen jeglichen Umfangs zulässt. Naturgemäß setzt ein solches System eine enge Zusammenarbeit mit dem Provider voraus. Ob dies für Sie infrage kommt, können nur Sie selbst entscheiden.

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Artikelbild: Tony Hegewald  / pixelio.de

 

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